örtliche Betreuungsbehörde 

Beschreibung

Kann ein Volljähriger aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer.

Wer körperlich behindert ist, kann nur auf seinen Antrag hin einen Betreuer erhalten, es sei denn, dass dieser seinen Willen nicht kundtun kann.

Für die Anordnung einer Betreuung ist in erster Linie das Gericht zuständig, in dessen Bezirk der Betroffene zur Zeit der Antragstellung seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, sich hauptsächlich aufhält. Die Beantragung durch den Betroffenen selbst oder die Anregung zur Einrichtung einer Betreuung durch Dritte, erfolgt direkt beim zuständigen Amtsgericht (Betreuungsgericht). 

Hinweise:

  • Zur Vermeidung eines Betreuungsverfahrens kann eine Vorsorgevollmacht erteilt werden. Dazu klären die Mitarbeiter der örtlichen Betreuungsbehörde auf.
  • Die örtliche Betreuungsbehörde kann Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen öffentlich beglaubigen.
  • Aufklärungen werden zu den üblichen Geschäftszeiten bzw. nach Vereinbarung auch außerhalb dieser durchgeführt.
  • Hausbesuche sind möglich.