Rechtsanspruch Kindertagesbetreuung - Antragstellung 

Beschreibung

Der Betreuungsplatzservice Kita-Tipp ist ab dem 10. August 2020 wieder geöffnet. Innerhalb der bekannten Öffnungszeiten werden ab dem 11. August 2020 nur noch Beratungen mit vorheriger Terminvereinbarung durchgeführt.

Mit dem Rechtsanspruch auf Kindertagesbetreuung werden zwei gesetzlich definierte Ziele erreicht:

  • Die bedarfsgerechte Kindertagesbetreuung gewährleistet die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
    und
  • dient dem Wohl und der Entwicklung des Kindes.

Alle Kinder vom vollendeten 1. Lebensjahr bis zur Versetzung in die 5. Schuljahrgangsstufe haben einen Rechtsanspruch auf Erziehung, Bildung, Betreuung und Versorgung in Kindertagesstätten oder in anderen Kindertagesbetreuungsangeboten.

Kinder bis zum vollendeten 1. Lebensjahr und Kinder der 5. und 6. Schuljahrgangsstufe haben einen Rechtsanspruch, wenn ihre familiäre Situation, insbesondere die Erwerbstätigkeit, die häusliche Abwesenheit wegen Erwerbssuche, die Aus- und Fortbildung der Eltern oder ein besonderer Erziehungsbedarf Tagesbetreuung erforderlich macht. Die Aufzählung ist keinesfalls abschließend, erst durch eine tatsächliche Ausprägung der tatsächlichen familiären oder individuellen Situation entsteht der Anspruch.

Art und Umfang der Erfüllung des Anspruchs soll dem Bedarf des Kindes entsprechen. Bedarfserfüllend können für Kinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr und für Kinder im Grundschulalter auch pädagogisch begleitete Eltern-Kind-Gruppen, integrierte Ganztagsangebote von Schule und Kindertagesbetreuung oder auch andere Angebote sein. Für Kinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr kann der Anspruch durch Tagespflege erfüllt werden.

Der Antrag auf Feststellung des Rechtsanspruches wird im Betreuungsplatzservice Kita-Tipp des Fachbereiches Kinder, Jugend und Familie entgegengenommen und beschieden.

Für den Abschluss des Betreuungsvertrages in der Einrichtung/beim Träger/Tagespflegeperson wird der Bescheid über den Rechtsanspruch benötigt.

Eine Antragstellung der Eltern / Personensorgeberechtigten ist nicht mehr erforderlich:

  • für Kinder im Alter vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zur Einschulung mit einer Mindestbetreuungszeit von bis zu 6 Stunden
  • für Kinder im Grundschulalter (Klasse 1 - 4) mit einer Mindestbetreuungszeit von bis zu 4 Stunden

Eine Antragstellung der Eltern/ Personensorgeberechtigten ist wie folgt erforderlich:

  • für Kinder im Alter bis zum vollendetem 3. Lebensjahr
  • für Kinder im Alter vom vollendeten 3. Lebensjahr mit einem Bedarf von mehr als sechs Stunden
  • für Kinder der 1. bis 4.  Klasse mit einem Bedarf von mehr als vier Stunden
  • für Kinder der 5. und 6. Klasse
  • für Kinder die in anderen Gemeinden und Berlin betreut werden.
  • für Kinder, deren Betreuungsumfang reduziert werden soll
  • für Kinder, die vom Schulbesuch zurückgestellt wurden

Darüber hinaus beachten Sie unbedingt Ihre Pflicht zur Mitwirkung. Danach sind Änderungen in den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind oder über die im Zusammenhang mit der Leistung Erklärungen abgegeben worden sind, unverzüglich mitzuteilen (z. B. Änderung der Anspruchsvoraussetzung durch Elternzeit für ein Geschwisterkind, Wohnortwechsel, Änderung der beruflichen Situation etc.).